Archiv für Mai 2008

Roberto oder Coco?

Mai 30, 2008

Natürlich gibt es wichtigere Themen unter der Sonne, die gibt es immer und man wird auch immer welche finden. Trotzdem stellt sich für mich gerade wegen der Sonne die Frage, wieviel es mir wert ist, in eine Sonnenbrille zu investieren. Deshalb habe ich mir heute (übrigens in netter Gesellschaft bei strahlendem Sonnenschein) die Frage gestellt, Roberto Cavalli oder Coco Chanel? Beide kosten so viel wie ein Satz Sommerreifen für das Auto. Trotzdem, Roberto ist schlank, helle Gläser mit schöner Verzierung, Coco ist wuchtig, dunkelbraun mit ihrem klassischen Stepmuster, dass in der Sonne glitzert. Glamour haben beide Brillen, sie stehen mir beide fantastisch…  Seufz. Jetzt weiss ich aber wieso mein Chef seine Sonnenbrille im Hemdausschnitt trägt. Wahrscheinlich hat ihm das Modell gefallen, aber es steht im nicht. Ich werde so einen Kompromiss nie eingehen. Also werde ich auch noch Prada auf die Nase setzen. Denn Prada trägt schliesslich der T…. :-)

Der geniale Plan

Mai 29, 2008

Mein genialer Plan für heute: Chef verliess das Büro für einen Businesszwergen-Ausflug mit Meetings. Draussen supertruper Ferienstimmung, Sonnenschein, die glitzernde Wasseroberfläche des Sees… Ich in Ballerinas aus Stockholm die garantiert keine hier trägt, feinstes schwarzes Leder mit schöner Schlaufe… Neuer Chanel-Lipgloss, leckerer Sushi-Lunch in the city… Was ich sagen wollte, während die Zwerge ihre Kisten packten und Staub um nichts aufwirbelten, gönnte ich mir den Luxus das Office um 16.32 zu verlassen. Der Chef würde sich sowieso nicht blicken lassen…

Kaum war ich auf dem Heimweg surrte Strawberry und der Chef war dran. Aus die Maus äh der Traum. Aus meinem frühen Arbeitsschluss wurde dann 18.30. Ich sagte natürlich nicht, wo ich sei - dass ist ja die oberste Regel. Ah so nochmals langsam für alle Mitleser: Unterschied zum privaten Handy-Gespräch - man sagt nie nie nie wo man ist. Sondern, “ah du hast mich gesucht” oder “bin grad unterwegs kann ich noch etwas erledigen” oder “viel los heute, sag bitte ist noch etwas dringendes”… Aber niemals “wo bist du gerade” “ich kann jetzt nicht weil ich ein Eis in der Hand habe, Tasche baumelt am Handgelenk, Schuhe drücken, habe Bus verpasst und laufe heimwärts…. Ich fühle mich gut, weil ich meine Arbeit an der frischen Luft erledigt habe statt im Office. 18.30 hin oder her :-)

Aufbruchstimmung

Mai 28, 2008

Ab heute sind es noch drei Tage bis zum Einzug ins neue Zwergenland. Ja, die Zwerge packen ihre Sachen und gehen zurück über die sieben Berge….  in ein neues Office-Gebäude. Vorbei sind die Glamour-Shopping-Lunches mit Freundinnen in der City. Für mich wird der Umzug hart, ich bin ein Uptown-Girl oder so ähnlich.  Wenn ich so ins Office blicke ergibt sich ein ganz unterschiedliches Bild. An einigen Arbeitsplätzen stappeln sich Kisten um den Schreibtisch, andere arbeiten normal weiter… Und werden auch nie Kisten zu packen haben. Jetzt könnte man glauben, dass diejenigen ohne Kisten auch keine Arbeit haben. Weeeeeeeeit gefehlt (denn mein Material füllt knapp eine Kiste), denn wir sind so wichtig und mobil, dass wir praktisch keinen Arbeitsplatz brauchen. Natürlich habe ich alles dabei, Agenda, Lipgloss, Blackberry, Notebook, (den Kaffe hole ich ja *to go*) Kugelschreiber und ich bin auch ohne das Office erreichbar. Und seit mein Blond aufgefrischt ist, findet sich auch immer ein Zwerg, der meine Kiste mit Pendenzen schleppen wird! 

Holt mich hier raus!

Mai 27, 2008

Heute befand ich mich sprichwörtlich im falschen Film. Im Office ein Zwergengewusel, jeder ging zu jedem, alle mussten “wichtige” Projekte besprechen und aus diesen Besprechungen entstanden neue Projekte und diese müssen wieder besprochen werden… Der Sonnenbrillenzwerg (heute adrett mit herumgekrempelten Hemdärmeln, wie es die Sekretärinnen tragen) hüpfte im Stundentakt von seinem Stuhl in meine Richtung, immer wieder mit neuen Ideen und selbstverständlich war auch alles wichtig und die Telefone und die Hitze - es war der ganz normale Wahnsinn.

Einziger Unterschied: ich erlebte alles in Zeitlupe, mit schweren Augenlidern, weil ich ganze 4 und eine halbe Stunde(n) geschlafen hatte. Dafür konnte ich dem MaFo-Zwerg meine Diplomarbeit abgeben, er wird sie auf WAS-WEISS-ICH prüfen. (Insgeheim bin ich ihm tief zu Dank verpflichtet). Aber es ist mir in den letzten paar Tagen alles über den Kopf gewachsen - meine Gedanken haben sogar das Lipgloss-Auftragen verdrängt…. Desasterpotenzial hoch 2. Letztens habe ich sogar meine lieben Freunde einfach vergessen - sie warteten vergebens im Bistro auf mich. Wo ich heute Ruhe fand? Beim Schuhmacher um die Ecke. Dort herrscht meine geliebte Italianità und ich werde überschwenglich begrüsst und meine High heels werden erst noch mit neuem Absätzen bestückt. Und mit neuer Sohle lässt sich vieles beschwingter angehen. Ja, es ist ungewöhnlich aber wahr.

Feigenkakteen

Mai 22, 2008

Die häufigsten auf den Galapagos-Inseln vorkommenden Kakteengattungen sind die in Amerika weitverbreiteten Opuntien oder Feigenkakteen. Mit sechs endemischen Arten und einem guten Dutzend Varietäten sind diese Galapagos Feigenkakteen typische Elemente der insulären Trockenzone. So oder ähnlich hat der Inhalt des Meetings sein können. Verstanden habe ich nicht viel, im Gegenteil - für die Kakteen hätte ich mich noch eher begeistern können. Gähn. Es war ein laaanger Tag mit Emails im Minutentakt vom Chef. Dieser hat sich praktisch den ganzen Tag nicht blicken lassen. Dafür hat er im Stundentakt Emails an mich direkt oder an mich cc: oder an mich bcc: verschickt. Ich weiss auch wieso: Er war wahrscheinlich auch in so einem spannenden Meeting wie ich und tat wichtig - also tippte er sich die Finger auf dem Blackberry wund. Mich hat diese Aktion natürlich auch wichtig gemacht, weil mein Strawberry zur selben zeit, an einem anderen Ort vibrierte und ich die Nachrichten lesen musste. Ganz ehrlich? Ich wünschte ich wäre bei den Kakteen. Die haben Stacheln aber auch wunderschöne Blüten, spenden keinen Schatten, sind dafür ruhig.

Blondinen bevorzugt

Mai 20, 2008

Blondinen haben es leichter im Leben, davon bin ich fest überzeugt. Erstens sehen wir freundlich aus, fast so als kämen wir direkt aus dem Urlaub und wenn wir es richtig im Griff haben (so wie ich zum Beispiel), können wir der naiv-dümmlichen Ansicht der Allgemeinheit, wir seien doof ohne mit der Wimper zu zucken jederzeit nachkommen. Wenn man dazu noch auf High heels steht und ein bisschen (aus meiner Perspektive ist es dann doch von oben herab) schwankt, so als würde gleich der Boden unter den Füssen entgleiten, bin ich mir sicher können wir alles erreichen. Zumindest im Office bei den Zwergen. Deshalb liess ich mein Blond rundum auffrischen, beinahe so als wäre ich unter der Sonne Capris eingeschlafen… oder unter der Sonne Californiens gesurft oder gereift oder so (wie die californischen Rosinen nur eben blond).

Zum Schluss eine Prise Business und makaber oben drauf: Heute schrieb ich (natürlich Englisch und Deutsch) einen Artikel über die Firmeninterne Spendensammlung für die chinesischen Erdbebenopfer. Ich war mir nicht sicher wie man earthquake schreibt also googelte ich rasch. Als erstes sprang mir ein Vergnügungspark aus den USA ins Auge mit einer Achterbahn die so heisst. Braucht ja keiner wissen, ich hoffe nur, dass ich richtig geschaut habe, ich will ja nichts über ein niedliches Märchenland erwähnen. Wird schon stimmen, es war auch ein Bild dabei von einer U-Bahn, einem Feuerwehrmann und der Golden Gate Bridge?!?! Blond, blond aber clever.

Burberry und Blackberry

Mai 20, 2008

Die letzten 6 Jahre im alten Zwergenland haben mir eine einzigartig schöne und auffallende (da Pink) Burberry Jacke eingebracht. Das ist eine lange Geschichte und viele nette Leute waren daran beteiligt, haben ihren letzten Cent dafür gespendet und die Amtsstuben geplündert. Dafür stehe ich heute umso modischer im Frühlingslook und spaziere durch Downtown. Meine Prioritäten in diesem Blog hätte ich beinahe vergessen, stylisch sein ist das oberste Gebot, ein wichtiges Accessoire mit sich herumtragen (Strawberry und/oder Coffee to go) und lächeln und natürlich auf guten Schuhen (mit beiden Beinen) auf dem Asphalt stehen…  Auch habe ich mir sagen lassen, dass ein Blog gerade so aktuell ist wie der letzte Eintrag. Diesbezüglich bin ich meiner Zeit voraus, den Coffee hole ich mir nämlich erst noch :-)

Lebensretter: Handtasche

Mai 18, 2008

Meine Handtasche hat jemanden das Leben gerettet. Wie? Nadel, Faden in vier verschiedenen Farben, Sicherheitsnadel, Lipgloss in 3 verschiedenen Farbnuancen, Sonnenbrille, Regenschirm, Notizbuch, Krimi-Taschenbuch, Handspiegel, Strawberry, Pocket-Cam, Taschentücher, Minzebonbons, Strümpfe, Ballerinas, Accessoires für den Notfall - und noch einige Kleinigkeiten mehr wohnen darin. Ich will hier nicht vor der ganzen virtuellen Community ins Detail gehen, aber 1 - 2 der gennanten Dinge haben meiner Freundin das Leben gerettet und sie konnte ihre neue Flamme schwer beeindrucken, neulich in einer Bar. Meine kleine Welt, die ich Tag täglich mit mir herumtrage und die ist viel spannender als das Notebook, welches auch noch in der Handbag Platz haben muss. Dabei fällt mir ein, für nächste Woche muss ich eine neue Sicherheitsnadel in die Tasche stecken, denn frau kann ja nie wissen…

Froonkreisch

Mai 15, 2008

Unglaublich! Da musste ich doch den Chef nach Lausanne begleiten, um ihm danach den Unterschied zwischen Lausanne und dem Ausflug nach Luzern zu berichten. Naja - die selben unmotivierten Zwerge fand ich vor wie in Luzern, alles war auf Französisch was für mich bedeutete, dass ich praktisch kein Wort verstand (zum Glück handelte es sich um das gleiche Programm) und dann die Üeberheblichkeit der Kollegen jenseits der Sprachgrenze…. ohne Worte. Nun feststellen konnte ich, dass im Gegensatz zu Luzern wo es super still war im vollen Saal, die Zwerge hier 1. alle Sonnenbrillen auf dem Kopf/im Haar trugen und 2. die Telefoninos (’tschuldigung kenne den französischen Begriff nicht) permanent schrillten. Das ich um 14 Uhr die Veranstaltung (eigentlich dauerte diese bis 16 Uhr) verliess, weil mich die vielen Cafés nach draussen lockten…. Was soll ich ihm sagen? Ah ich weiss: Wenn er nicht vor mir den Saal verlassen hätte, dann müsste ich ihm das alles nicht erzählen :-)

 

Safari mit Lorenzo

Mai 14, 2008

Es war wie immer, wenn “Serenata Rap” gespielt wurde, ich hätte davonfliegen können. In meinem Blog sind die aktuellen Fotos von der Jovanotti Tour 2008 veröffentlicht. Und ich bin stolz darauf. Der Abend war ganz der Italianità gewidmet, die es im Leben immer wieder braucht. Aber was echt der Hammer war ist kaum zu Glauben: Die Merchandising Artikel, namentlich die T-Shirt Kollektion 2008, die es nur und exklusiv am Konzert zu shoppen gibt, war nicht da! Sowas? Natürlich habe ich nachgefragt und man sagte mir, die Lieferung steckt am Zoll fest und hat es nicht rechtzeitig geschafft! Gibt es denn Italiener die etwas verzollen? Ich lerne jeden Tag dazu. Aber viel lieber möchte ich Lorenzo singen lassen und in die Welt hinaussschreien: BUONA NOTTE A TUTTI…

Serenata Rap

Jovanotti a Zurigo

Jovanotti 2008